1. Das Pulverzentrum
Im Pulverzentrum erfolgt die Pulveraufbereitung. Um das Pulver zu fluidisieren taucht das Ansaugsystem (2) in den Pulverbehälter (1) ein. Durch die Zufuhr von Luft und das Vibrieren des Bodens entsteht ein homogenes Pulver- / Luftgemisch und das Pulver beginnt zu fließen.
Im normalen Beschichtungsbetrieb wird Pulver verbraucht, was zu einem Absinken des Pulverspiegels im Behälter führt. Eine Niveausonde misst den Pulverspiegel und löst bei Bedarf das Absenken des Ansaugsystems aus, um eine kontinuierliche Pulverförderung zu gewährleisten. Bei Pulvermangel wird automatisch Alarm ausgelöst.
Je nach Pulverzentrum wird der Pulververbrauch automatisch oder durch manuelles Nachfüllen von Frischpulver in den entsprechenden Behälter kompensiert.
2. Die Pulverförderung
Das fluidisierte Pulver wird durch die auf dem Ansaugsystem montierten Injektoren mit Hilfe der Förderluft aus dem Pulverbehälter angesaugt und zu den Sprühpistolen geführt. Durch Erhöhung der Förderluftmenge wird die geförderte Pulvermenge vergrößert. Die Zufuhr der Dosierluft erhöht die Strömungsgeschwindigkeit.
Wenn die Förderluft ausgeschaltet und gleichzeitig die Dosierluftmenge auf das Maximum erhöht wird, wird die Pulverförderung eingestellt. Es gelangt kein neues Pulver zur Sprühpistole, während der Pulverschlauch mit Luft durchgespült wird. Sobald die Förderluft wieder eingeschaltet und die Dosierluftmenge auf normalen Durchfluss geregelt wird, setzt die Pulverförderung wieder ein.
3. Die Sprühpistolen
In der industriellen Pulverbeschichtung werden je nach Verwendungszweck Tribo oder Corona Sprühpistolen (3) eingesetzt. In der Pistole werden die Pulverpartikel aufgeladen und von dort gleichmässig auf das geerdete Werkstück gesprüht. Um der großen Vielfalt von Werkstücken Rechnung zu tragen (Profile, Gitterkonstruktionen, ebene Flächen etc.) stehen verschiedenste Düsensystemen wie Spaltdüsen, Breitflachstrahl Düsen, Prallkegel u.s.w. zur Auswahl.
4. Overspray Rückführung
Ein Teil des Farbpulvers wird vom Werkstück nicht aufgenommen. Dieser sogenannte Overspray wird aus der Sprühkabine abgesaugt und über den Abluftkanal (4) dem Zyklon (5) zugeführt.
5. Trennung Pulver-Luftgemisch
Im Zyklon wird das Pulver-Luftgemisch in Rotation versetzt. Dadurch entstehen Fliehkräfte, welche das Pulver nach außen an die Wand des Abscheiderohrs schleudern. Das Pulver rutscht anschließend über die Beruhigungskammer auf die Siebfläche der Siebmaschine, wo grobe Verunreinigungen zurückgehalten werden. Mit Hilfe eines Pfropfenförderers wird das so zurückgewonnene Farbpulver schließlich wieder dem Pulverbehälter im Pulverzentrum zugeführt.
6. Filterung der Abluft
Das im Abscheiderohr des Zyklons rotierende Reingas wird zum Nachfilter (6) gefördert, wo letzte Staubpartikel ausgefiltert werden. Die gereinigte Abluft gelangt wieder in die Umwelt. Das im Filter festgehaltene Restpulver rieselt hingegen in das bereitgestellten Gebinde, z. B. einen Abfallsack, um anschließend entsorgt zu werden.
7. Steuerung
Zur Steuerung der komplexen Abläufe innerhalb einer Pulveranlage kommen verschiedene Arten von Steuerungen zum Einsatz. Die Anforderungen individueller Anlagen, genau auf die Beschichtungsaufgabe zugeschnitten, steigen, Flexibilität und Ausbaufähigkeit sind gefragt. Aus diesem Grund bietet WAGNER modulare Steuerungssysteme an. Damit wird sichergestellt, dass genau die Steuerungstechnologie zum Einsatz kommt, die von Anwenderseite aus benötigt wird. |